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E-Bike

Die E-Bikes haben den Fahrradmarkt im Sturm erobert: Mittlerweile kaum noch teurer als ein konventionelles Fahrrad sorgen sie für eine elektrische Unterstützung beim Fahren. Das scheinbar mühelose Treten mit dem «eingebauten Rückenwind» hat eine Reihe von Vorteilen. Senioren, die körperlich eingeschränkt sind, können nun wieder längere Radtouren unternehmen; der Aktionsradius des Fahrrades steigt erheblich. Gleichzeitig können nach wie vor alle Vorteile genutzt werden, die ein Fahrrad nun einmal mit sich bringt. Der Transport in Bus und Bahn ist zulässig, für die Nutzung von Fahrradwegen gilt dasselbe. Die große Auswahl sorgt allerdings dafür, dass der Markt in der letzten Zeit ein wenig unübersichtlicher geworden ist. Die folgende E-Bike Kaufberatung leistet Euch Unterstützung.

E-Bike kaufen

Beim E-Bike kaufen müssen einerseits dieselben Kriterien angelegt werden, wie beim konventionellen Fahrradkauf: Sattel, Lenker und Rahmengröße sollten natürlich zu Euch passen. Ebenso kommt es aber darauf an, dass auch der gesamte Elektroantrieb inklusive Akku Euren Anforderungen entspricht. Das E-Bike kaufen ist also insgesamt gesehen deutlich komplexer. Damit das E-Bike kaufen sich aber trotzdem nicht zum Glücksspiel entwickelt, geben wir einige nützliche Tipps.

 

 

 

E-Bike bis 1.000 Euro

Grundsätzlich sind E-Bikes in den letzten Jahren immer günstiger geworden, was eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung darstellt. Die Preisspanne ist dennoch auch heute noch recht groß, hochqualitative Angebote gibt es mittlerweile aber unter der kritischen Grenze von 1.000 Euro.

 

 

 

E-Bike 28 Zoll

Ein wichtiges Kriterium beim Fahrradkauf ist die Rahmenhöhe. Das klassische Fahrrad für Erwachsene hat eine Rahmen Höhe von 28 Zoll; beim Mountainbikes können es allerdings auch 26 Zoll sein. Sofern nicht spezielle Fahrradkategorien wie Klappräder ins Visier genommen werden sollen, dürfte ein E-Bike diese Größe im Fokus stehen.

 

 

E-Bike mit 250 W Motor

Grundsätzlich entscheidet der eigene Einsatz über die Pedale darüber, welche Unterstützung durch einen Elektromotor in Anspruch genommen werden kann. Natürlich setzt die Leistung des Elektromotors hierbei auch ganz natürliche Grenzen. Bei den meisten E-Bikes werdet ihr einen solchen Motor mit 250 W Leistung verbaut sehen, was prinzipiell auch einen guten Kompromiss aus Leistung und Energieverbrauch darstellt. Es gibt aber insbesondere im Bereich der elektrisch unterstützten Mountainbikes Produkte, die mit einem deutlich kräftigeren Motor ausgestattet sind.

 

 

 

E-Bike mit 100 km Reichweite

Zugegebenermaßen: die Reichweite ist ein schwieriges Unterscheidungsmerkmal, weil die Einschätzung der Hersteller sowie die Anforderungen sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt keinen einheitlichen Zyklus, in welchem die Reichweite ermittelt wird. Wenn ihr die Herstellerangaben betrachtet, dann werdet ihr aber ganz deutliche Unterschiede erkennen. Eine Reichweite von 100 km ist in jedem Fall ein guter Wert und auch für ausgiebige Touren ausreichend.

 

 

Die häufigsten Fragen zu E-Bike

Was bedeutet E-Bike im Unterschied zu Pedelec?

Sehr häufig werden beide Begriffe Synonym verwendet, was streng genommen eigentlich falsch ist. Ein E-Bike zeichnet sich dadurch aus, dass ein Elektromotor die Fortbewegung übernimmt. Es kann sich vollständig ohne weiteres Zutun des Fahrers fortbewegen — ganz im Gegensatz zum Pedelec. Bei letzterem ist es notwendig, dass ihr in die Pedale tretet und dadurch eine elektrische Unterstützung durch einen Elektromotor erhaltet. Reine E-Bikes sind allerdings selten, sodass auch bei dieser E-Bike Kaufberatung die Pedelecs mit eingeschlossen werden.

Welche Kosten müssen für ein E-Bike einkalkuliert werden?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister: Es gibt durchaus einige Stimmen, die 1.500 Euro als preisliche Untergrenze für ein E-Bike ansehen. Tatsächlich werdet ihr aber feststellen, dass es auch ab 500 Euro schon viele interessante Produkte gibt, bei denen aber natürlich auch Kompromisse eingegangen werden müssen. Mittlerweile gibt es elektrisch unterstützte Fahrräder schon seit vielen Jahren, die Komponenten für den Elektroantrieb — und hier insbesondere der Akku — sind aufgrund der größeren Verbreitung allerdings deutlich günstiger geworden. Aufgrund der größeren Stückzahlen für die E-Bikes dürfte dies auch für die kompletten Fahrräder gelten. Es ist also auch heute schon möglich, für einen dreistelligen Euro Betrag ein hochwertiges Produkt zu erhalten. Nach oben sind wie immer kaum Grenzen gesetzt.

Welche Reichweite kann mit einem E-Bike zurückgelegt werden?

Einige Hersteller geben als Reichweite Strecken von mehr als 100 km an, bevor der Akku erneut geladen werden muss. Anders als bei einem konventionellen Elektrofahrzeug leistet ihr aber einen großen Anteil der Arbeit selbst, indem ihr in die Pedale tretet. Dabei könnt ihr bei den meisten Fahrrädern wählen, wie stark die Unterstützung durch den Elektromotor ausfallen soll. Mit der eigenen Fahrstrecke, Faktoren wie dem Gewicht des Fahrers und der Zuladung sowie der Reifenfülldruck beeinflussen die maximale Reichweite ebenso. Ihr könnt also von sehr deutlichen Schwankungen ausgehen, etwa 50 km sind bei den meisten E-Bikes aber auch unter schwierigen Bedingungen realistisch. Ihr solltet dabei aber noch zwei Faktoren berücksichtigen: Zum einen könnt ihr ein E-Bike natürlich auch mit leerem Akku verwenden, müsst dann aber die gesamte Kraft durch die Pedale aufbringen. Zum anderen ist eine größere Reichweite immer von Vorteil, weil ihr dadurch nicht nur Reserven habt, sondern auch den Akku weniger häufig laden müsst. Dadurch erhöht sich seine Lebensdauer, die mit jedem Ladezyklus ein wenig nachlässt.

Worin liegen die Qualitätsunterschiede bei E-Bikes?

Eines vorweg: Elektromotoren lassen sich sehr günstig herstellen und eignen sich kaum dazu, ein teures von einem günstigen E-Bike zu unterscheiden. Für die Akkus gilt dies allerdings nicht, hier gibt es hinsichtlich der Qualität und der Kapazität durchaus Differenzen zwischen preiswerten und teuren E-Bikes. Der entscheidende Faktor ist aber das Fahrrad als solches: Ein E-Bike ist schon aufgrund des Akkus und des zusätzlichen Motors ein wenig schwerer als ein konventionelles Fahrrad. Aus diesem Grund wird bei besonders hochwertigen E-Bikes auch darauf geachtet, dass der Rahmen und die Bremsanlage ein wenig robuster ausgeführt sind. Prinzipiell ist dies natürlich begrüßenswert, allerdings müssen hier durch weitere Gewichtsnachteile in Kauf genommen werden.

Welche Fahrräder sind als E-Bikes erhältlich?

Vor einigen Jahren waren es hauptsächlich Trekking-Räder, die als E-Bikes erhältlich waren. Schon aufgrund der hohen Kosten wendete man sich hauptsächlich an eine Klientel, die ausgiebige Radtouren absolviert und deshalb auch bereit war, den entsprechenden Mehrpreis in Kauf zu nehmen. Mittlerweile haben sich die Dinge allerdings geändert, durch den Erfolg der E-Bikes sind die Hersteller auch zunehmend bereit, Nischen zu besetzen und andere Fahrradkategorien zu besetzen. So sind heute auch Citybikes, Mountainbikes, Klappräder oder Rennräder als E-Bikes erhältlich — ihr braucht Euch also nicht auf eine bestimmte Kategorie zu beschränken.

E-Bike Kaufberatung

Inhalt

Das wichtigste in Kürze

— E-Bikes leisten Unterstützung beim Fahrradfahren, indem sich ein entsprechender Elektromotor zu schaltet. Die Kraftunterstützung kann dabei in verschiedenen Stufen eingestellt werden.

— Im Vergleich zu konventionellen Fahrrädern sind die Rahmen und die Bremsanlage in der Regel ein wenig robuster ausgeführt, ansonsten sollten hinsichtlich der Bedienelemente dieselben Kriterien beim Kauf Berücksichtigung finden.

— Unterschiede gibt es beim E-Antrieb vor allem hinsichtlich der Leistung und Akkukapazität. Die Reichweite sollte zu den eigenen Anforderungen passen. Außerdem solltet ihr sicherstellen, dass der Hersteller entsprechende Ersatzakkus im Sortiment hat.

Ein konventionelles Fahrrad wird zunächst nach Kriterien wie dem Preis, der Rahmen Größe und letztlich der Fahrradkategorie gekauft. Wenn ihr einen Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln im Auge habt, ist ein Klapprad von Vorteil; der freie Durchstieg von Cityrädern ist vor allem bei kurzen Strecken zu begrüßen. Wenn ihr Euch ein E-Bike anschaffen wollt, dann sind genau diese Kriterien zunächst maßgeblich — E-Bikes gibt es nämlich mittlerweile in sämtlichen Fahrradkategorien. Zudem solltet ihr darauf achten, dass der Lenker und der Sattel sich so einstellen lassen, dass ihr auch längere Strecken Ermüdung frei zurücklegen könnt. Es handelt sich also um ganz normale Kriterien, die beim Fahrradkauf ohnehin Berücksichtigung finden sollten. Nicht unwichtig: Das Gewicht des Rahmens unterscheidet sich zumeist ebenso, was in der Regel auf das wendete Material zurückzuführen ist. Aluminium ist noch vergleichsweise günstig und dennoch leicht und stabil, weshalb diesen Metall der Vorzug gegeben werden sollte.

Akku und Elektroantrieb

Die Besonderheit bei einem E-Bike liegt allerdings darin, dass eine elektrische Unterstützung genutzt werden kann — und diese sollte kräftig sein und möglichst lange durchhalten. Die meisten Fahrräder haben einen Elektromotor integriert, der bürstenlos ausgeführt ist und dadurch keine Verschleißteile mehr besitzt. Ein weiterer Vorteil: Der Wirkungsgrad ist hoch, beinahe die gesamte Energiemenge wird in Vortrieb umgesetzt. Aus diesem Grund ist eine Leistung von 250 W durchaus ausreichend, zumal die Höchstgeschwindigkeit mit elektrischer Unterstützung ohnehin bei vom Gesetzgeber festgelegten 25 km/h liegt. Geschwindigkeiten darüber müssen also vollständig aus eigener Muskelkraft erreicht werden, was in Anbetracht des höheren Gewichtes der E-Bikes nicht einfach erscheint. Die eigentliche Schwachstelle liegt bei einem E-Bike im Akku, der zumeist bis zu 5 kg auf die Waage bringt und natürlich eine begrenzte Kapazität besitzt. Die Kapazität sollte bei etwa 15 Ah liegen, sofern von einer Betriebsspannung von 36 V ausgegangen wird. Dann sind tatsächlich Reichweiten im hohen zweistelligen Kilometerbereich möglich. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, zugunsten des Gewichtes und eines günstigeren Kaufpreises auf eine kleinere Kapazität zu setzen. Misstrauisch solltet ihr allerdings sein, wenn der Hersteller gar keine Angaben über den Akku macht. Dieses zwar eher selten, findet sich aber durchaus. Zudem ist es von Vorteil, wenn der Händler über die Qualität bzw. den Hersteller der Akkuzellen informiert. Insbesondere hier gibt es erhebliche Unterschiede, die sich insbesondere auf die Lebensdauer auswirken können.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

— leichte Fortbewegung durch elektrische Unterstützung
— üppige Reichweiten von mehr als 100 km möglich
— E-Bikes in vielen verschiedenen Kategorien erhältlich
— Akku lässt sich problemlos an Haushaltssteckdose laden
— Fortbewegung auch mit leerem Akku möglich
— keine Führerscheinpflicht
— Benutzung von Radwegen zulässig

Nachteile

— schwerer und teurer als herkömmliche Fahrräder
— bei leerem Akku nur mühevoll fortzubewegen
— der Akkutausch ist nach einigen Jahren mit hohen Kosten verbunden
— elektrische Unterstützung nur bis 25 km/h zulässig

Fazit

E-Bikes sind interessante Fahrzeuge: Aufgrund der elektrischen Unterstützung können auch mühelos weitere Strecken zurückgelegt werden, wodurch sich das E-Bike besser als Pendlerfahrzeug eignet, als dies bei einem Fahrrad der Fall ist. Die Nachteile, die dafür in Kauf genommen werden müssen, fallen sehr übersichtlich aus: Das Gewicht ist ein bisschen höher, dasselbe gilt für den Kaufpreis. Ansonsten ist eine Benutzung genauso problemlos möglich, wie bei einem konventionellen Fahrrad. Ihr sollte beim Kauf vor allem darauf achten, dass der Akku genügend Leistung liefert und vom Hersteller auch bei Bedarf getauscht wird. Darüber hinaus müssen in erster Linie nur die Kriterien berücksichtigt werden, die bei einem Fahrrad ohnehin gelten sollten. Es sollte hinsichtlich der Größe zu Euch passen und auch qualitativ überzeugen können — dann könnt ihr nur wenig falsch machen.