E-Klappräder

E-Bikes und Pedelecs haben in den vergangenen Monaten und Jahren eine beeindruckende Karriere gemacht: Die Verkäufe wachsen jährlich mit zweistelligen Prozentwerten, immer mehr Fahrradfahrer steigen auf das Rad mit der elektrischen Unterstützung um. Dadurch erscheint das Fahrradfahren nicht nur komfortabler, es können auch problemlos längere Strecken zurückgelegt werden. Für Pendler, die einen Teil der täglichen Strecke mit dem ÖPNV zurücklegen und dennoch gerne ein Fahrrad nutzen würden, sind lediglich die Ausmaße und das Gewicht problematisch. Warum also nicht den elektrischen Antrieb mit einem Klapprad kombinieren? Dies haben sich auch einige Hersteller gefragt, die entsprechende E-Klappräder in ihr Sortiment aufgenommen haben. Was muss beim Kauf berücksichtigt werden?

E-Klappräder kaufen

Das E-Klappräder kaufen wird nach anderen Maßstäben vorgenommen, als dies bei konventionellen Klapprädern oder Pedelecs der Fall ist. Entscheidend sind in der Praxis häufig nicht nur Reichweite und Fahrverhalten, sondern auch die Packmaße und vor allem das Gewicht. Jedes Kilogramm mehr, welches transportiert werden muss, kann sich als problematisch erweisen. Das E-Klappräder kaufen ist aber nicht nur für Pendler interessant, sondern ermöglicht auch eine einfache Mitnahme auf einen Campingplatz oder für Fahrradtouren, bei denen das Bike zunächst im Auto transportiert werden muss.

 

E-Klappräder bis 1.000 Euro

Wenn ihr Euch bereits nach einem E-Bike oder Pedelec umgesehen habt, dann werdet ihr Preisforderungen im vierstelligen Bereich festgestellt haben. Bei entsprechender Qualität sind derartige Kosten durchaus gerechtfertigt, dennoch finden sich durchaus hochwertige Produkte für weniger als 1.000 Euro.

 

 

E-Klappräder 20 Zoll

Das klassische Klapprad hat eine Rahmenhöhe von 20 Zoll. Dieser ermöglicht besonders kompakte Ausmaße, die vor allem im zusammengeklapptem Zustand von Vorteil sind. Es gibt auch deutlich größere Klappräder, die sich aber nur schwierig transportieren lassen.

 

 

E-Klappräder 250 Watt

Der Elektromotor soll eine wirksame Unterstützung leisten — und braucht dafür seinerseits eine bestimmte Leistung. Mit 250 Watt kann ein guter Kompromiss aus niedrigen Stromverbrauch, geringem Gewicht und einer guten Unterstützung gefunden werden.

 

 

E-Klappräder Federgabel

Typisch für E-Klappräder sind kleine Räder. Dadurch wird das Fahrrad sehr wendig und kompakt, für den Fahrkomfort ist der geringe Radumfang allerdings nachteilig — schon kleine Bodenunebenheiten wirken sich deutlicher aus. Eine Federgabel ist deshalb von Vorteil, um solche Straßenschäden auszugleichen.

Die häufigsten Fragen zu E-Klappräder

Worin liegt der Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begrifflichkeiten häufig synonym verwendet. Technisch gesehen ist hier allerdings durchaus ein Unterschied zu sehen: E-Bikes können sich komplett selbstständig elektrisch fortbewegen — prinzipiell genauso wie ein E-Roller. Bei einem Pedelec wird hingegen nur eine elektrische Kraftunterstützung zugeschaltet, wenn ihr als Fahrer selber in die Pedale tretet. Diese Kraftunterstützung lässt sich in der Regel auch in der Stärke regulieren, zudem kann sie abgeschaltet werden. Die Besonderheit liegt allerdings darin, dass Pedelecs auch vom Gesetzgeber weitgehend wie herkömmliche Fahrräder betrachtet werden.

Welche Geschwindigkeit kann mit den E-Klapprädern erreicht werden?

Grundsätzlich kommt dies natürlich darauf an, wie kräftig ihr in die Pedale tretet. Die elektrische Unterstützung ist allerdings bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h limitiert. Dies ist keine willkürliche Entscheidung der Hersteller, sondern dem Gesetzgeber geschuldet. Ihr könnt also durchaus schneller mit Euren E-Klapprädern unterwegs sein, dann muss dies allerdings aus eigener Muskelkraft erfolgen.

Welche Reichweite ist mit einer Akkuladung realistisch?

Grundsätzlich hängt dies natürlich von verschiedenen Faktoren ab: Neben dem Gewicht des Fahrers, Streckenprofils und der Geschwindigkeit ist auch entscheidend, wie stark die Kraft Unterstützung eingestellt wird. Die meisten Hersteller geben aus diesen Gründen eine weite Spanne bei der Reichweite an, die etwa zwischen 25 und 60 km liegt. Er sollte dabei aber berücksichtigen, dass ein leerer Akku sich weniger dramatisch auswirkt, als dies bei einem Elektroroller oder E-Auto der Fall wäre — ihr könnt Euch natürlich weiterhin mit Pedalkraft fortbewegen.

Wird ein Führerschein zum Betrieb der E-Klappräder benötigt?

Nein, es ist keine Fahrerlaubnis notwendig. Wie bereits erwähnt, werden die E-Klappräder wie herkömmliche Fahrräder behandelt. Es ist zwar ratsam, einen Fahrradhelm zu tragen, vorgeschrieben ist dies allerdings ebenso wenig. Auch eine Benutzung von Fahrradwegen oder ein Transport in Bus und Bahn ist problemlos möglich, ohne dass Unterschiede zu herkömmlichen Fahrrädern gemacht werden.

E-Klappräder Kaufberatung

Inhalt

Das wichtigste in Kürze

— Bei E-Klapprädern handelt es sich in aller Regel um sogenannte Pedelecs, die das eigene Treten durch einen elektrischen Antrieb unterstützen.

— Die Reichweite hängt natürlich von der Fahrtgeschwindigkeit und der Unterstützung ab, liegt bei einigen Herstellern aber bei bis zu 60 km.

— Neben Faktoren wie Motorleistung und Akkukapazität sind beim Kauf besonders Kriterien wie Gewicht und Maße entscheidend, damit ein einfacher Transport problemlos erfolgen kann.

Wenn ihr Euch bereits ein wenig nach E-Klapprädern umgesehen habt, dann werdet ihr feststellen, dass es eine durchaus große Auswahl unterschiedlicher Produkte gibt — woraus die logische Frage folgt, auf welche Kriterien beim Kauf geachtet werden sollte. Die folgende E-Klappräder Kaufberatung sollte genau diesen Fragen auf den Grund gehen.

Maße und Gewicht

Grundsätzlich sollte beim Kauf von Fahrrädern natürlich auf das Gewicht geachtet werden. Jedes Gramm muss letztlich transportiert und mit eigenem Kraftaufwand in Bewegung versetzt werden. Bei einem E-Klapprad sorgt zwar ein Elektromotor für zusätzliche Unterstützung bei der Fortbewegung, der Transport in Bus und Bahn oder das Einladen in das eigene Auto sorgen allerdings dafür, dass ein möglichst leichter Rahmen von Vorteil ist. Ihr könnt davon ausgehen, dass das Gewicht der meisten E-Klappräder zwischen 20 und 25 kg liegt, wobei dann etwa 3-5 kg auf den Akku entfallen, der sich in der Regel entnehmen lässt. Sie sollte darauf achten, dass der Rahmen aus Aluminium ausgeführt ist. Hier erhalte Dir den besten Kompromiss aus preiswerter Herstellung und geringem Gewicht. Ein Stahlrahmen wäre zu schwer, ein Rahmen aus Carbon oder Magnesium sicherlich für die meisten Interessenten zu teuer. In Verbindung mit dem Gewicht ist durchaus auch die Frage entscheidend, ob ihr den Akku entnehmen könnt. Wenn ihr Pendler seid, werdet ihr das Fahrrad vermutlich nicht immer in die eigene Wohnung tragen wollen, wo der Akku geladen wird.

Akku und Reichweite

Die Hersteller geben häufig eine Einschätzung der Reichweite sowie die Akkukapazität an, wenn die eigenen E-Klappräder beworben werden. Die Bewertung der Reichweite hängt von so vielen Faktoren ab, dass ein Vergleich hier schwierig möglich ist. Wenn ein Hersteller optimistisch von bis zu 60 km spricht, könnte ein anderer Händler durchaus von realistischeren 40 km ausgehen, ohne dass es zwischen den E-Klapprädern faktische Unterschiede gibt. Aus diesem Grund solltet ihr zumindest zu Vergleichszwecken auch auf die Kapazität des Akkus achten. Eine Kapazitätsangabe, typischerweise in der Größenordnung von 16 Ah bei einer Spannung von 36 V, findet sich bei sehr vielen Produkten. In Verbindung mit einem durchaus kräftigen 250 Watt starken Motor lässt sich in dieser Kombination tatsächlich eine Reichweite von bis zu 50 km erzielen. Wie bereits erwähnt, ist es bei einem E-Klapprad vergleichsweise unproblematisch, wenn die elektrische Unterstützung aufgrund eines leeren Stromspeichers einmal ausfällt. Dennoch kann es nach getaner Arbeit natürlich nervig sein, wenn auf dem Heimweg plötzlich der Elektromotor aufgrund des Strommangels den Dienst quittiert. Außerdem ist eine große Akkukapazität von Vorteil, weil ihr für dieselbe Fahrstrecke weniger Ladezyklen benötigt — was die Lebensdauer erhöht. Zudem sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Hersteller entsprechende Ersatzakkus im Sortiment hat. Weiterhin sollte in Verbindung mit dem Stromspeicher auch die Ladezeit berücksichtigt werden. Es ist allerdings durchaus realistisch, dass 4-5 Stunden abgewartet werden müssen, ist der Akku wieder vollständig gefüllt ist.

Typische Kriterien beim Fahrradkauf berücksichtigen

Darüber hinaus müssen natürlich die üblichen Faktoren berücksichtigt werden, die beim Kauf eines Fahrrades zum Tragen kommen. Welche Qualität haben Pedale und Gangschaltung? Lassen sich Sattel und Lenker den eigenen anatomischen Gegebenheiten entsprechend einstellen? Ist eine Beleuchtungsanlage vorhanden? Wie schwierig ist es, dass Klapprad zusammen zu klappen oder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen? Sind wirkungsvolle Schutzbleche vorhanden, die tatsächlich vor Nässe schützen? Ideal ist es natürlich, wenn das E-Klapprad in natura besichtigt werden kann.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

— geringe Abmaße, niedriges Gewicht (im Vergleich zu herkömmlichen Pedelecs)
— elektrische Unterstützung vereinfacht das Fahradfahren
— verglichen mit größeren Pedelecs niedrige Kosten
— kein Führerschein notwendig, Benutzung von Radwegen erlaubt

Nachteile:

— vergleichsweise geringer Fahrkomfort
— Spurstabilität konventionellen Fahrrädern unterlegen
— verglichen mit konventionellen Klapprädern hohes Gewicht
— maximale Geschwindigkeit durch Gesetzgeber auf 25 km/h beschränkt

Fazit

Interessant ist vor allem, dass die Auswahl durchaus günstiger E-Klappräder in den letzten Monaten deutlich größer geworden ist. Für jeden Geldbeutel und Anspruch findet sich mittlerweile ein leichtes und kompaktes Klapprad, welches für verstopfte Innenstädte oder der Ausflug mit dem Auto perfekt geeignet ist. Die Reichweite ist bei den allermeisten Produkten absolut praxistauglich, der Klappmechanismus unterscheidet sich nicht von herkömmlichen Produkten ohne Elektroantrieb. Gerade diese elektrische Unterstützung ist es aber, die das mühelose Fahren größere Strecken erlaubt — ohne dass dafür ein besonderer Führerschein notwendig wäre. Ihr solltet aber berücksichtigen, dass ein Klapprad gegenüber einem konventionellen Fahrrad natürlich auch Nachteile mitbringt. Die Rahmenkonstruktion ist durch die Unterbrechung des Klappmechanismus weniger stabil, außerdem sorgen die kleineren Räder für eine schlechtere Fahrstabilität und einen geringen Fahrkomfort. Durch einen gefederten Sattel und eine Federgabel lässt sich dies allerdings zumindest teilweise ausgleichen. Das Niveau konventioneller Trekkingräder, die üblicherweise mit dem Elektroantrieb unterstützt werden, wird allerdings nicht erreicht. Aus diesem Grund solltet ihr tatsächlich nur zu den E-Klapprädern greifen, wenn der Aspekt des zusammenklappens auch wirklich von entscheidender Bedeutung für Euch ist — ansonsten sind herkömmliche Pedelecs womöglich die bessere Wahl.